Start Allgemein Die U.S.A sind bankrott, ist Europa als nächstes dran?

Die U.S.A sind bankrott, ist Europa als nächstes dran?

Concept, american flag on cracked background

Heute melden wir uns mit einem Artikel von Peter Schiff, einem US-amerikanische Finanzkommentator und Investor. Es geht dabei um steigende Preise, Inflation, die totale Überschuldung der USA, die sich mit Europa vergleichen lässt, und mehr. Die hier dargestellte Situation lässt sich eins zu eins auf Deutschland übertragen. Bleiben sie daher bis zum Ende dran.

Die USA verzeichnen im Moment ein nie da gewesenes Handels und Wirtschaftsdefizit mit null Aussicht auf eine baldige Besserung. Seitdem Joe Biden im Januar an die Macht kam, haben wir einen demokratischen Senat, einen demokratischen Kongress mit einem demokratischen Präsidenten an der Spitze … und diese Leute werden noch mehr ausgeben, als Trump es getan hat. Trump hat nicht nur Unmengen an Geld ausgegeben, sondern sich auch Unmengen an Geld geliehen. Er war nicht nur ein Fürsprecher, sondern ein regelrechter Gelddruck-Fan, und zweifelsohne wird Biden ein noch größerer, ja geradezu fanatischer Gelddruck-Fan werden.

Die Situation ist klar, denn in seinem gesamten Team geht es nur um MMT also der “Modern Monetary Theory”, “Medicare for All” und natürlich dem “Green New Deal”. Im Klartext bedeutet das hier was umsonst, da was umsonst und somit ist eine Wertsteigerung des Dollars unter diesen Umständen mehr als unwahrscheinlich.

Alles wird teurer.

Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen und Korn steigen ins Unermessliche. Rohstoffe wie Nickel und Kupfer haben in den letzten 5 Jahren ein Rekordhoch erreicht. Alles wird teurer und das liegt bestimmt nicht an unserer blühenden Wirtschaft, von der aktuellen Korona Krise ganz zu schweigen. Das ist alles pure Inflation, das liegt an der endlosen Gelddruckerei, und so werden die Preise immer höher und höher. Wie um alles in der Welt soll denn der Dollar unter solchen Umständen gedeihen?

Der Wirtschaftsfaktor allein kann diese hohen Zinsen nicht stemmen, selbst wenn diese, historisch gesehen gering erscheinen. Deshalb muss die Welt so viel Geld wie nötig drucken, um hohe Zinssätze auf Dauer künstlich zu unterdrücken. Hierfür braucht man unglaublich viele Dollars, um damit unglaublich viele Vermögenswerte zu kaufen. Wie soll man denn einen starken Dollar bekommen, wenn die Produktion desselben durch die Decke geht?

Zu allem Überfluss bewilligte die Regierung jetzt einen Stimulus von weiteren 4 Billionen Dollar für erneuerbare Energien, welcher über die kommenden zehn Jahre verteilt werden soll. Einfach unfassbar, denn was diese Leute nicht verstehen, ist, dass wir pleite sind. Wir können noch nicht einmal die Versprechen halten, die wir gegeben haben, ganz zu schweigen von den neuen Versprechen, mit denen die Demokraten ja die Wähler bestochen haben.

Warum ist dabei der Ölpreis so wichtig?

Schauen wir uns doch mal die Ölpreise an. Gestern lag das Barrel bei 53 $, aber die Menschen, werden sich über die hohen Ölpreise, schon sehr bald wundern. Vor einigen Jahren lag das Barrel bei 100 $, das war als der US “Fracking Boom” einschlug wie eine Bombe. Dieser Fracking-Boom veränderte den US-Energiemarkt erheblich und sorgte für einen Preisverfall. Dies führte zu einer Debatte über die Rentabilität des Verfahrens. Die US-Regierung unterstützt daher seit etwa 2013 Bestrebungen zum verstärkten Export von Flüssigerdgas nach Europa und Japan, unter anderem mit beschleunigten Genehmigungsverfahren. Damals produzierten die USA eine Menge Öl und importieren kaum, aber eines ist klar, wenn das Barrel das nächste Mal die 100 $ Marke erreicht, was durchaus dieses Jahr noch passieren könnte, werden sie Rekordmengen davon importieren.

Die Ölindustrie ist längst nicht mehr, was sie einmal war, und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Die Zeiten, in denen wir hohe Ölpreise genießen und wie wild drauflos bohren konnten, sind definitiv vorbei. Damals verloren Investoren aufgrund der hohen Förderkosten eine Menge Geld und daher ist es fraglich, ob Sie das Risiko einer weiteren Investition wieder eingehen werden. Höchstwahrscheinlich wird die Bidenadministration die Kosten für Eigenproduktion durch hohe Auflagen für Bohrungen, Gasförderungen, so wie dem Tracking System erhöhen, da all diese Dinge nicht mit Ihrem Umweltschutzprogramm zu vereinbaren sind.

Das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten ist auf einem Rekordhoch. Trotz Trumps Versprechen, dieses zu senken, war es nach seinem Amtsaustritt höher als bei seinem Amtsantritt. Die Aussichten auf Besserung sind düster, in dem Moment, in dem wir 100 $ für ein Barrel importiertes Öl bezahlen müssen, fällt der Dollar ins bodenlose, während das Handelsdefizit steigt.

Rasant steigende Ölpreise sind eminent, und zwar dann, wenn wir alle wieder mobil sind, uns frei bewegen und reisen können.Die Gleichung für das Bestimmen des Ölpreises besteht – wie bei allem – aus 2 Faktoren, Angebot und Nachfrage. Als die Produktion geringer wurde als die Nachfrage, konnten die Preise noch steigen und ich denke, genau das wird passieren.
Wenn der Dollar weiterhin fällt, dann erhöht sich die Nachfrage auf Öl außerhalb der Vereinigten Staaten, denn es kann durchaus sein, dass der Rest der Welt bereits vor den Amerikanern wieder Reisen kann.

Wenn der Dollar nun schwächelt … ist das ein Fluch oder ein Segen? 

Der abfallende Dollarkurs hat auch seine Vorteile, und zwar für die Schwellenländer der USA. Ein schwacher Dollar ist das Beste, was den Schwellenländern passieren kann, denn der starke Dollar war es, der ihnen geschadet hat. Da die meisten Firmen ihre Geschäfte in Dollar abwickeln, erschwerte ein starker Dollar nicht nur die Rückzahlung von Schulden, sondern übte auch mehr Druck auf die Devisen und Inflationsraten dieser Länder aus. Viele Zentralbanken mussten Ihre Raten trotz einer schwachen Wirtschaft erhöhen, um Ihre Währung zu stabilisieren und eine anstehende Inflation zu bekämpfen.

Der starke Dollar blies den Schwellenländern ins Gesicht, während der schwache Dollar Ihnen nun Rückenwind gibt. Ihre Schuldenrückzahlungen sind jetzt nicht nur einfacher, sondern auch günstiger, und wenn die Nachfrage nach Gütern steigt, verbessern sich auch ihre Handelsbedingungen. Da nun auch ihre Währungen steigen, werden diese Schwellenländer für Investoren, die sich an diesen steigenden Währungen beteiligen möchten, wieder attraktiver.

Einer der Hauptgründe, der die Schwellenländer diesmal besonders stark machen wird, ist die Tatsache, dass die jeweiligen Regierungen diesmal keine Angst davor haben, dass ihre Währungen zu stark werden könnten und somit ihre Konkurrenzfähigkeit als Exportländer der USA gefährden. Sprich, diesmal bleibt ein Währungskrieg aus.
Anmerkung von FinanzNews: In den lokalen Medien hört man immer wieder, wie stark der Euro ist und dass dies auf eine starke Wirtschaft zurückzuführen sein. Das ist natürlich vollkommener Unsinn. Der Euro ist nicht so stark, weil die Wirtschaft so stark ist, der Euro ist stark, weil der Dollar so schwach ist. Sollte der Dollar jemals an Stärke gewinnen, wird dies einen raschen Euroverfall darstellen und damit auch einen Vorfall aller mit dem Euro verbundenen Werte.